Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
61
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Gelb und Grün, wle ein übelgcrathencr Regenbo-gen, steht auf der andern Seite des Tisches undstiert den Herrn an, Augen und Maul gleich weitaufgerissen und groß genug um mich zu verschlin-gen ; und Ihr trefflicher Bruder selbst oben ander Tafel glänzend durch den Dampf des Rind-fleisches, wie die aufgehende Sonne auf einemWirthshausschild und dann Brandon, von die-sem Bilde weggewandt, sehen Sie neben mir dieaumuthigc, zarte, aristokratische und doch einfacheLiebenswürdigkeit Ihrer Nichte und aber Siesehen unwillig aus ich habe Sie beleidigt!"

Es war hohe Zeit, daß Mauleverer dieseFrage that; denn während der ganzen Schilderungdes Grafen, hatte das dunkle Angesicht seines Ge-sellschafters im buchstäblichen Sinne gebrannt vorWnth; und wir können hier bemerken, wie über-haupt die Selbstsucht, die den Mann von Weltmacht, denn doch ihren Eigner, vermöge einesseltsamen Widerspruchs hindert, es darin zur höch-sten Vollkommenheit zu bringen. Denn Manleve-rer, ganz beschäftigt mit dem Vergnügen, das erüber seinen Witz empfand und nie mit jenem ma-gischen Vermögen begabt, in die Gefühle Andrersich zu versetzen, was den unabläßigen lebhaftenBeobachter macht, hatte keinen Augenblick darangedacht, daß er den geheimen Stolz des Advoka-ten aufs Empfindlichste beleidige. Ja, so wenigvermuthete er von Brandon's wirklicher Schwache,