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litat. Aber bei seinen Freunden erschien er nurals der angenehme, geistreiche, lebhafte, und wennwir den Ausdruck im guten Sinn gebrauchen dür-fen, weltliche Mann, der nie eine höhere Rein-heit oder übertriebne Aengstlichkeit für äußere For-men, wichtige Fälle ausgenommen, affektirte, undder die Strenge seiner Sitten dadurch nur um somehr zum Gegenstand der Bewunderung machte,daß er ihnen so gar nicht den Mantel der Schein-Heiligkeit umhieng.
„Nun," sagte Brandon, als er nach Tischallein bei seinen Verwandten saß und die Au-gen seines Bruders zum gewohnten Schlummersich schließen gesehen hatte; „sage mir, liebe Lu-cie, was denkst Du von Lord Mauleverer? FindestDu ihn angenehm?"
„Sehr! nur zu sehr, in der That!"
„An sehr! das ist ein seltner Fehler, Lucie;oder willst Du damit vielleicht zu verstehen geben,Du findest ihn zu angenehm für die Ruhe DeinesGemüths?"
„O nein ! da ist wenig zu befürchten; was ichdamit sagen wollte ist nur dieß: er scheint cs zumeinzigen Geschäft seines Lebens zu machen, ange-nehm zu seyn; und man kommt auf den Gedan-ken er habe dieß Ziel mit Darangabe gewisser Ei-genschaften erreicht, die man noch lieber an ihmsehen würde."