Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
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wohnt. Der unwürdige Charakter und Lebensweise derfrüh er »Herrn vvnWarlock, wodurch ihr Ansehen in derGrafschaft eben so hcrniftergebracht, als ihre Habe ge-schmälert worden war, hatten den nmhcrmohncndeilAdel wenig begierig nach vertrauterer Bekanntschaftmit dem jetzigen Besitzer gemacht, und die schwerfälligeGemüthsart und das verschlossene Benehmen JosefBrandons waren nicht geeignet, die Fehler seiner Vor-fahren wieder auszngleichen, oder den Namen Brandonin seine frühere Beliebtheit und Achtung wieder einzu-setzen. Obwohl stumpfsinnig und ungebildet, war derSquire doch nicht ohne seinen eignen Stolz; er suchtesich nicht aufzndrängen, wo er »»Willkomm n war,vermied Zusammenkünfte und Bälle in der Grafschaft,schmaucht« seine Pfeife mit dem Pfarrer, nicht sel-ten auch mit dem Chirurgen und dem Sachwalter,und ließ seine Tochter Lucie mit Hülfe der Fraudes Pfarrers sich selbst erziehen, und, wobei sie vonder Natur mehr, als der Kunst begünstigt wurde,zum hübschesten Mädchen heran reisen, dessendie ganze Grafschaft, gerne sagten wir das ganzeLand, sich damals rühmen konnte. Nie warf derSpiegel ein lieblicheres Bild zurück, als dasvonLn-cie Brandon in ihrem neunzehnten Jahre. Ihr ka-stanienbraunes Haar fiel im üppigsten Nciclfthnmüber eine immer faltenlose Stirne und eine Wangewo das Blut nie schlief; mit jedem Augenblickewechselte die Farbe und mit jedem Wechsel schien diesesanfte, reine, jungfräuliche Wange holdseliger als