Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
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mit meiner Liebe. Ihr werdet sagen, das heißemeinem Herrn seine Güte mit einem Schurkenstreicherwiedern keineswegs! mein Herr hatte michüberzeugt, daß es keine solche Tugend wie Dankbar-keit gebe. Es scy ein Jrrthum der gemeinen Mo-ralisten. Ich gab seinen Gründen nach und heirathctezuletzt seine Tochter in der Stille. Den Tag, nach-dem dieß stattgefnnden, berief er mich auf sein Ar-beitszimmer und sagte sehr miid:So Angnstus, Ihrhabt jetzt meine Tochter geheirathct; nein, Ihr dürftdarüber nickt bestürzt sci>n; ich sah lange voraus,daß Ihr dieß thnn würdet und freute mich darüber."

Ich versuchte etwas wie Dank hervorzustammeln.Unterbrecht mich nicht!" sagte er.Ich habe zweiGründe mich darüber zu freuen: erstlich weil meineTochter die Plage meines Lebens war und ich mirsehnlich Jemand wünschte, der sie mir abuäbme;zweitens, weil ich Eueru Beistand in einer eignenSache bedurfte, und doch nicht wagen konnte, Euchdarum anznsprechen, bevor Ihr mein Schwiegersohnwäret. Kurz, ich wünsche Euch zu meinem Han-delsgenosseu anzunehinen."

Zum Handelsgenossen!" rief ich und fiel ansdie Knie,edler großmüthiger Mann!"

Wartet ein Wenig," fuhr mein Schwiegervaterfort.Welche Fonds glaubt Ihr. daß zur Führungeiner Bank erforderlich seyen? Ihr blickt verdutzt?Nicht ein Schilling! Ihr werdet gerade so viel ein-legen, als ich selbst; ja sogar noch mehr. Denn Ihr