Mit zuckendem Schritt trat unser Freund vor LadyWestboroughs Loge, und mehrere Minuten zögerte eran der Thür bis er Muth genug zum Eintritt hatte.
Er. öffnete; die Loge war gedrängt voll, aberFlora fehlte; Lord Borodailc saß neben Lady Wcfi-borough. Bei Clarcncc's Ankunft erhob der Lord dieAugbraucn und Lady ihre Lorgnette. So geneigtjedoch eine vornehme Person immer scpn mag, einenGcringcrn fallen zu lassen, so wird doch Niemandvon wirklicher Geburt oder Erziehung mit einemAndern je auf schneidende Art brechen. Demgemäßwar denn auch Lady Wcstborough obwohl viel kälter,nicht minder höflich als sonst, und Lord Borodaileverbeugte sich tiefer als je gegen „Herrn" Linden,wie er ihn pünktlich nannte. Aber Clarencc's em-pfängliches Auge entdeckte sogleich, daß er kein will-kommener Gast, und seine Zeit bei der schönen Mar-quisin vorüber sey. So war denn sein Besuch kurzund verlegen. Beim Austritt aus der Loge hörteer Borodailcs kurzes, leises, höhnisches Lachen,worauf ei» verweisendes „Still!" von Lady Wcst-borough folgte.
Sein Blut kochte. Mit am Boden haftendemBlick und geballter Faust eilte er den Gang dahin.
„Heda, Linden, mein guter Kerl; was. Siesehen ja aus, als ob die ganze Wuth des großenGarrik in Ihren Adern flöße!" rief eine gutmüthigcStimme. Clarcncc fuhr auf und erblickte den jun-gen, heitern Herzog von Haverfield.