Druckschrift 
3 (1843)
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

105

nicht sortsetzen. Vergönnt mir diese Antwort diesemschönen Mädchen zu überlassen, denn es ist, von Rechtswegen, eine NuSforberung an ihr Geschlecht» nicht an dasmeinige."

Nun denn, was sagt Ihr, Mistreß Warner?" sagtedie Dame.Denkt Euch eine junge Erbin von der vor-nehmsten Geburt, von dem ausgedehnteste» Besitzthum,von der schönsten Gestalt setzt den Fall, es bewerbe sichum sie ein Gentleman, arm und ohne Rang und Stand,aber mit einer großen Seele, geschaffen, sich hoch empor-zuschwingen, würde sie sich erniedrigen, wenn sie seinerWerbung Gehör gäbe?"

Ein Mädchen, dünkt mich," antwortete Sybille mitwiderstrebendem, aber bezauberndem Zögern und Stocken,kann nicht wahrhaft und innig lieben, wenn sie unwürdigliebt; und wenn sie würdig liebt, so ist nicht Rang undReichthum, was sie liebt."

Aber ihre Eltern, holde Mistreß, können andererAnsicht seyn, und müßte nicht ihre Liebe sich weigern,deren Tyrannei sich zu unterwerfen?" fragte Hastings.

Nein, mein guter Lord, nein," erwiederte Sybille,mit ernster Bescheidenheit den Kopf schüttelnd;gewißwird der Werber, wenn er würdig liebt, sie nicht drängenzu einem solchen Fluche, wie der Ungehorsam eines Kin-des und der Zorn der Eltern ist."

Fein und schlau geantwortet," sagte die Dame vonLongueville.

Also wurde sie deinarmenGentlemancntsagen, wenn