Druckschrift 
3 (1843)
Entstehung
Seite
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bei einem zweiten Ueberlegen mit Beschämung erfüllthabe» würde, als eine Versündigung an dem schwer miß-handelten Hilpard, folgte der Philosoph dem Catesbpüber den geräumigen Hof, durch einen schmalen Gang,und dann eine gewundene Thurmtreppe hinan in einZimmer im dritten Stockwerk, dessen eine Thüre in desKönigs Gemach führte, die andere in die geräumigeGallerie, welche schon ein Bestandtheil im Bauplan derfürstlicheren Häuser war. Nach einer Minute befandensich Adam und sein Modell oor dem König. Der Theildes Zimmers, wo Edward saß, war vor dem übrigenausgezeichnet durch einen kleinen türkischen Teppich aufdem Boden (ein LuruS, der in den Palästen zu jener Zeithäufiger gewesen zu sepn scheint, als ein Jahrhundertspäter): ein Tisch stand vor ihm, auf welchen das Modellgestellt wurde. Zu seiner Rechten sag Jacquetta, Herzo-gin von Bedford, der Königin Mutter; zu seiner LinkenPrinz Richard. Die Herzogin, obwohl nicht ohne Ueber-reste von Schönheit, hatte einen finstern, hochmüthigen,verächtlichen Ausdruck in den scharfen, adlerartigen Zügen,znsammengekniffenen Lippen und gebieterischen Augen.Die Bläffe ihrer Gesichtsfarbe und die kummerverrathen-den Linien ihres von Sorgen verzehrten Gesichts wurdenvom großen Haufen Studien geheimer, unheiliger Künstezugeschricben. Die Gerüchte von ihrer Zauberei undHererei nahmen täglich zu, und dienten trefflich den Zwe-cken und Plänen der mißvergnügten Barone, welche dasSteigen ihrer Kinder kränkte und wüthend machte.