Druckschrift 
3 (1843)
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

Ü6

von Lords und Könige» seyn soll? Während meiner frü-hen Zugend suchte mein Vater, der in England Folterund Scheiterhaufen fürchtete, eine Zuflucht in der Hanse-stadl Lübeck. Dort lernte ich wichtige Wahrheitenwie die Freiheit gewonnen und geschützt werden kann.Spater im Leben sah ich die Republiken Italiens, undich fragte mich, warum sie so herrlich dastehen in allenKünsten und Bräuchen des bürgerlichen Lebens, währenddie wackerern Männer von Frankreich und England wieWilde erschienen neben dem florentinischen Bürger, jasogar, dem lombardischen Weingärtner. Ich sah, daß,selbst wenn diese Republiken einem Tyrannen oder Podest«zum Opfer wurden, doch ihre Männer »och Rechte behieltenund Gedanken anssprachcn, die sie freier und größer er-scheinen ließen, als die Gemeinen Englands nach ihrengerühmten Kriegen. Ich kehrte zurück in mein Heimath-land. und setzte mich im Norden, wie meine Ahnen, dieFreisaßen, por mir. Die großen Ländereien meiner Vor-fahren waren an die ältere Linie gefallen und bildeten einRitterlichen, dem Sir Robert Hilyard gehörend, der nach-mals in der Schlacht von Tonton. für die LaneastrischePartei fiel. Aber ich hatte mir in fernem Lande Golderworben und nahm ein Pachtgut und Haus und Hof inrer Nähe von Lord WarwickS Schloß Middleham. DieFehde zwischen Lancaster und Bork brach anS; GrafWar-wick bot seine Lehnsleute auf, und darunter auch mich,weil ich auf seinem Grund und Boden wohnte; ich suchteden großen Grafen auf, und erklärte ihm keck ihm, den