6 !
Klaffe kam! wie zart spielte er auf ihre immer nochfortdauernden Reize an, wenn sie ihr neues seidenesKleid in der Kirche trug! und wie fein gab er ihrenzarten Einfluß auf den strengen Rektor zu verstehen!Wie es nun kommen mochte, zwischen mir und demFamulus bestand eine Fehde Wir sahen nicht liebendauf einander- Er behauptete ich hezze die Knabengegen ihu auf, und ich beschuldigte ihn i» meinemHerzen, er leiste mir bei der fetten Fran Rektorinkeine gute Dienste. Endlich kam es zu einem offenenBruch. Eines Abend« nach der Schule Hane sich derFamulus mit einem der altern Knaben der zarte»Kurzweil eines DamenspielS hingegeben. Nun ge-hörte das Schulzimmer nach der Schule einzig undgänzlich den Knaben an. Es war ein nasser Nach-mittag, und ein Halbduzzend von uns ließ sich in einSpiel ein, bri welchem es nicht eben so ruhig her-ging, wie bei demjenigen des Famulus. Hr.-
gebot Stillschweigen; meine Gesellen wurden eilige,schüchtert, nicht aber tch; ich bestand äuf unseremRecht ausser der Schulzeit so viel Lärm zu machen,als uns beliebte. Meine Beredsamkeit überzeugte,und wir erneuerten unser Spiel: abermals gebot derFamulus Stille; wir thaten als hörten wir ihnnicht. Er stand auf; er sah mich im Akt derEmpörung.
„Herr A.," rief er, „hören Sie mich? Stille!"
„Um Verzeihung, Herr, wir haben nach de»