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Drittes Bändchen (1835)
Entstehung
Seite
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die sichtbare Welt hinaus trägt. Einen Beleg fürdieses Gefühl zu finden, ist eines meiner ersten Ge-schäfte beim Studium eines grosen Schriftstellers.Wie erhaben durchglüht es den Shakespeare! mit welchtrauernder, strenger Gröse, bebt es Lurch dennoch gött-lichern Milton! Wie eigrnthümlich hat es sich denWerken unserer Dichter einem Wordsworth,Shelley uud selbst den mehr irdischen Beisaz halten-den, sinnlichem und weniger freundlichen GesäugenByrons eingedrükt. Dagegen trit es in den Dichterndes Festlandes nur selten hervor, ausser, wenn ichrecht berichtet bin, bei den Deutschen.

A. Ja, Göthe hat es. Für mich liegt etwassehr Geheimnisvolles und Geistiges in Göthe'sGenius: - selbst jener tüchtige, einfache Haus-verstand, in welchem er, übereinstimmend mit allengrosen Geistern, uns so oft Lehren ertheilt, und derkn seinen Denkwürdigkeiten besonders hervortrit,wird um so wirksamer durch eine zarte, feine Schön-heit der Empfindung, mit welcher man ihn stetsgepaart findet.

B. Ich erinnere mich einer sehr sinnigen Be-

merkung von ihm im Wilhelm Meister, einem Buchdas «inen sehr bedeutenden Einfluß auf meinen eigenenGeist geübt hat. So alltäglich diese Bemerkungauch scheinen könt«, gehört sie doch einer Göthe sehreigenthümlichen Sphäre an: ,,Wenn wir," sagt

er,einem Freund einen Brief gesandt haben, der,