Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
Seite
131
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etwas ganz Anderes, als sie vor hundert Jahrenwar; aber die Gesetze bleiben dieselben. Anbeque-«inng in Privatsällen ist Neuerung ini Deffent-licheu; und so macht man neue Gesetze, ohne diealten zu widerrufen; und jene sind nun bisweilenwirksam, aber weit häufiger nicht. Nun ist, meinegeliebten Schüler, das Gesetz ein Gewehr, das,wenn es eine Taube fehlt, immer eine Krähe tkd-tet; wenn es nicht den Schuldigen ereilt, doch sonstJemand trifft. Wie jedes Vergehen ein Gesetz er-zeugt, so umgekehrt auch jedes Gesetz ein. Verge-hen, und darum schreiten wir immer vor, Sundenund Uebel, Fehler und Mißgriffe vervielfältigend,bis die Gesellschaft zum organisirten Institut zumBenteischneiden wird.

Die Wiedergeburt eines Schelmen.

Einer der in der Welt als Narr anfängt, Hortoft damit auf, daß er ein Schelm wird; aber Werals ein Schelm anfangt, und ein reicher Mann(also nicht gehängt) wird, kann, meine geliebtenSchüler! als ein frommes Wesen abschließen. Undder Grund ist dieser: ein Schelm von Jung auferwirbt sich bald Weltkenntuiß. Ein durchgebade-ter Fehler macht uns weiser als fünfzig Lehrmei-ster. Aber die Weisheit macht uns die Ruhe lie-ben, und in der Ruhe sündigen wir nicht- Werweise ist und nicht sündigt, kann fast nicht andersals Gutes thun; und nun laßt ihn nur Eine neueWahrheit anssprechen, so vermag seine Einbildungs-kraft gar nicht mehr das grenzenlose Heil zu fassen,welches daraus für die Menschen entspringen kann!

Der S t n l.

Begreift Ihr wohl, welch eine wunderbareSache es um den Styl ist? Ich glaube nicht; denn