Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

wirrt sein dikcs Hirn mit Trimmen und Einbil-dungen, bis er sich endlich vorstellt ich, das Kinddes Südens, sei einer seiner nordischen Dämonen;und seine Dichter paffen die Erscheinung ihren bar-barischen Versen an."

Hoho!" sprach der Eilberkönig,gewiß bistDu der Ursprung des Satans von welchem die Ka-pnzenmänner, die einst in den Ruinen dort drübenwohnten, fabelten, mit seinen Hörnern nnd Ziegen-füßen, und der harmlose Faun mustc das Bild fürden unversöhnlichsten Feind hcrgeben. Aber warum,o Wanderer des Südens, bleibst D» in diesen frem-den Thäler» ? Warum kehrst Du nicht zurük zuden Bergen Achajas oder den Ebenen um die gelbeStrömung der Tiber?"

Meine Brüder sind nicht mehr," sagte derarme Faun,nnd selbst der Glaube der uns heiligteund schirmte, ist dahin. Hier zu Land aber werdenalle nicht sterbliche Geister noch stets geehrt; undtrauernd um Silenus wandere ich umher, obwolunter Reben die mich für seinen Verlust tröstensollten."

Du hast grose Wesen gesehen in Deine» Tagen,"bemerkte der Bleikönig, der die Philosophie dernak-te» Wahrheitsäze liebte; (ich werde dereinst dieGeschichte seiner Begeisterungen schreiben.)

Ja wol," erwiedcrte der Faun,meine Geburtfiel in die Jugend der Welt, als der Strom desallgemeinen Lebens Alles mit Göttlichkeit färbte