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liehen gesehene Liebe, die in der Knospe ihrer Selig-keit bereit» de» Wurm birgt. Denn mit Recht be-merktest Dn, o Prinz, daß mir durch geheimnisvolleSympathie an die Menschheit gekettet sind, undAstes was rein und zart in dieser ist, nimmt unserMitgefühl in Anspruch und verlangt unsre Bewa-chung."
„Und vor allem Andern,," entgegnete der deutscheElse, „stehen Liebende unter unsrer Hut; den» Liebeist die goldene Kette, welche Alles im Weltgauzcnumschlingt. Liebe erleuchtet den Stern wie denGlühwurm, und wo immer Liebe im Sckiksal desMensche» ist, da liegt seine geheime Verwand-schaft mit göttlichen Wesen."
„Aber beim Menschengeschlecht," bemerkte Sil-pelit, „gibt cs keine Liebe, die über die Zeit hinaus-reicht, denn entweder endet sie der Tod oder nimmtsie die Gewohnheit weg. Trit die Blüte in dieFrucht, so wird sie gepstükt und fortan nicht mehrgeschaut. Daher tröste ich mich beim Anblik einerzum Grab verdammten treuen Liebe mit dem Ge-danken daß ist' wenigstens die Schönheit nicht er-bleichen. die Milde des Herzens nicht zu Steinverhärten sehe» darf. Doch, Prinz, so lang in derschönen Gestalt, die ich mir neulich betrachtet, nochein Puls schlägt, noch warmes Blut fliest, wollenicht daß ich ffe verlasse: auch sürder soll meineKraft den Himmel über ihr heiter, die Luft reinhalten; auch fürder laß michden Dunst vom Mond,