Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
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des ganzen Scbauplazes. Dieser Punkt ist der Stolzund Schmnk des Rheins.

Die Sage von der Burg und der Insel ist mitwenigen Worten erziilt; sie gehört in jene unterden deutschen Romanzen so gewöhnliche Klaffe. Ro-land geht in den Krieg. Eine falsche Nachricht alssei er gestorben, gelangt zu seiner Braut. Sie ziehtsich ans die Insel Nonnenwert zurük und nimmtden nuwideruffichen Schleier. Roland kehrt, vonRuhm und Hoffnung glühend, zurük um zu findendaß die Verlobte durch ihre treue Liebe selbst eineewige Schranke zwischen sich und ihn gcsezt habe.Er baut das Schloß, das seinen Namen tragt unddie Aussicht auf das Kloster beherrscht. Dort wohnter bis zu seinem Tod, glüklich bis zum lezteu Odem-zug auf die Mauern schauen zu können, die seinverlorenes Kleinod umfassen.

In trauriger Fülle beugen sich die Weiden aufder Insel, wie im Einklang mit einer Erinnerung,welche durch eine Oede von tausend Jahren hindurchdie Liebe noch immer frisch und grünend erhält.Keinen von jenen dichterischen Znsäzcn , die sich imVerlauf der Zeit wie Mos schmükend über dieWabrbcit herziehen, dieselbe aber durch den Schmnkvcrsteken, h,at diese Erinnerung zugelassen, son-dern die einfache Zartheit der Sage in ihrerganzen ursprünglichen Reinheit erhalten*)

*) Schillers Ritter Toggenburgi em Verfasser entweder