Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
Seite
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machst Dn? 5dak Du nie etwas von der Staats-wirthschafr gelesen? Weist Dn nicht daß nnklnqesAlmosengeben nur eine Ermnthignng zum Müssig-ga»g, dem Vater aller Laster ist? Dn eine Tugend?wahrhaftig ich schäme mich Deiner. Geht EurerWege, gute Frau; doch halt, da ist ein Billet anseine Fleischbrnbc in der Gesellschaft zur Abhilfe des -Bettels, dort sollen sie sehen, ob Ihr «in würdigerGegenstand des Mitleids seid." Aber Barmher-zigkeit ist schneller als Gerechtigkeit, und die armeFrau bekam, indem sie ihre Hand der Erster» leishinter den Rnken brachte, den Schilling samt demBillet weg. Sparsamkeit und Grrsmnth bemerkrendie doppelte Gabe.Welche Verschwendung!" riefSparsamkeit mit finstern Stirnfalten;was! einBillet und ein Schilling! Eines von beiden wäregenug gewesen."

Eins von beiden!" entgegnetc Grosmuth.Pfui!Barmherzigkeit sollte dem armen Geschöpfeine halbeKrone gegeben haben und Gerechtigkeit ein Du-zend Billets!" So verstrichen die nächsten zehn Mi-nuten unter einem Gezänk zwischen de» vier Tugenden,welches bis Nichmond angehalten haben dürfte, hätteMuth ihnen nicht gerathcn ans Land zu steigenund den Streit dort ausznfechten. Aus Dies hinsahen die Tugenden plvzlich ein daß sie sich etwasvergessen hatten; da Grosmuth die erste Handzur Versöhnung bot so folgten die andern dem Bei-