Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
151
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te, hätte verbergen mögen. In meinen Mantelgehüllt, die Arme über der Brust gekreuzt, dieBitte auf den Boden geheftet, lehnte ich gegeneinen Pfeiler der Kapelle, abseits und dem Scheinnach ungerührt.

. Als man jedoch daran war, die Leiche in dasGewölk hinab zu senken, kam eine augenbliklicheErweichung über mich. Unwillkürlich that ich ei-nen Schritt vorwärts; nur ein einziger, abertiefer Schmerzenslaut brach aus meinem Innern.Ich bedekte das Gesicht mit dem Mantel, nahmmeine frühere Stellung wieder ein und Allesblieb still. Das Tobten-Amt war vorüber; invielfachen vereinzelten Gruppen verlieffen die Zu-schauer die Kapelle; Einige um bereits Anschlägeauf den neuen Herrn zu machen; Andere um überLen alten zu trauern; und Alle um am nächstenMorgen zu ihrem gewohnten Geschäft zurükzukch-ren und im lustigen Sonnenschein das Vergange-ne zu vergessen, bis auch ihnen keine Sonne mehrscheinen würde und ewige Vergessenheit über siehereinbräche.

Es war so spät, daß ich von meinem Vor-haben, das Haus noch an diesem Abend zu ver-lassen, abstand. Ich befahl mein Pferd mit Ta-gesanbruch bereit zu halten, und verfügte michvor Schlafengehen noch in die Zimmer meinerMutter. Sie empfing mich mit mehr Theilnahme,als sie mir früher je bewiesen»