Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
124
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Ziweites Kapitel,

IL4

Liebe. Abschied. Ein Sterbebett. Diemenschliche Natur ist endlich doch ein schöner Bau,und selbst ihre UnvoUkoinmcnbciten sind fürDEn nichtzurükstosend, welcher die Wissenschaft ibrer Architekttur fludirt und ihren Schöpfer in ehrfurchtsvolle»Anschlag gebracht hat.

Es ist bcmcrkenswcrth wie sehr die Liebedurch Furcht vermehrt wird. Ich meine dennmein Saz braucht eine Erläuterung wie vielstärker wir lieben, je mehr wir fürchten den ge-liebten Gegenstand zu verlieren oder von einerGefahr bedroht zu scheu. Es ist Dies ein Bei-spiel von der Wechselwirkung der Empfindungen:Liebe bringt Furcht hervor, und Furcht ihrerseitswieder Liebe: eine von den vielen Ursachenwarum' die Frauen um so viel zärtlicher und see-lcnvollcr lieben als wir, und abermals eine vonden vielen Ursachen warum auf jeder Liebesstufehäufige Abwesenheit der stärkste Aufrciz der Lei-denschaft ist. Sobald ich von Jsora weg war, thatich keinen Athemzug ohne für ihre Sicherheitzu zittern. Ich bebte, dieser Barnard, (umihren Verfolger stets noch bei diesem Namen zunennen,) mochte sie aufs Neue cntdeken undbeunruhigen. So oft ich was beinah täglich