Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
86
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Schwurs gedenkend, und ging gcrad auf dcu Un-bekannten zu.

Mein Herr," begann ich sehr gelassen,inder ganzen Welt bin gewiß ich am wenigste» ge-neigt, das Vergnügen irgend eines andern gebil-deten Mannes zu stören, aber meiner unmaß-geblichen Meinung nach kann Niemand in einerso kalten Nacht vor diesem Haus seinen Postennehmen, ohne gerechten Grund zum Verdacht fürDiejenigen zu geben, welche mit dessen Bewoh-nern befreundet sind. Ich gehöre zu dieser glük-lichcn Aahl und erlaube mir daher Sie mitaller geziemenden Bescheidenheit und Ehrerbietungzu bitten, irgend einen andern Ort für Ihre nächt-lichen Spaziergänge zu wälen. "

Ich war in meiner Anrede absichtlich weit-schweifig, um volle Zeit zur Erkennung der Personzu haben, an welche ich dieselbe richtete. DasDunkel der Nacht und die weite Kleidung desFremden hinderten mich allerdings an einem ent-schiedenen Erfolg dieses Ucberbliks; aber, trvz mei-ner vorgcfastcn Meinung mir kams wenigstensvor die Gestalt habe nicht die volle Hohe und diegroscn Verhältnisse von Gerald Devereur. In-dessen muß ich gestehen, daß die nvthwcndige Un-genauigkcit meiner Beobachtung diesen Gedankenziemlich zweifelhaft ließ und die Vorstellung, daßich Gerald vor mir sehe keineswegs schwächte.Mährend meiner Rede zog sich Jener schnell zurük,