Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
50
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von der Abenteuerlichkeit eines solchen Anschlagswahrscheinlich angczvgcn wurde und sich Mon-treuils Einflüsterungen über dessen Natur bereitswillig sügtc: all diese Umstände zusammen ließenmir keinen Zweifel über eine Sache, bei welcherdie Ehre unseres Hauses in hohem Grad, ja sogardas Leben eines seiner Glieder bethsiligt war.Indessen fiel mir kein Mittel ein, um MvntrcuilsEntwürfen und Geralds Gefahr zuvvrzukommcn,oder dieselben aufzuhcben. Gleich heftig in mei-nem Haß, wie in meiner Liebe, sagte ich zu mirselbst:was liegt daran, ob Einer, den die Ban-de des Bluts niemals mild gegen mich gestimmthaben, mit dem ich von Kindheit an wie mit ei-nem Feind gerungen, was liegt daran, ob ein Sol-cher Ruhm oder Tod in dem gefährlichen Spielgewinnt, worein er sich eingelassen?" Bei dieseredel», höchst brüderlichen Ansicht der Sache ließich cs verbleiben und wandte mich blos dem Ge-danken zu, ob die Aufsuchung Jsoras oder dieWiedcranknüpfung ihres Umgangs wol ebenfalls aufGeralds Abwesenheit von Haus einwirkcn möchten.Rach fruchtlosem, zu keinem Schluß führendenNachsinnen über diese Frage nahm meine Be-trachtung einen minder selbstsüchtigen Weg. Sieverweilte mit der ganzen Milde des Erbarmens,mit der vollen Angst der Liebe auf dem kränkeln-den Temperament und den mönchischen Andacht-Übungen Aubrcps. Für ein Gemüth, das den Er-