Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
51
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denfreuden bereits so'fremd geworden, von aber-gläubischem Misvcrständnifi der Natur Gottes unddes Zwcks seiner Geschöpfe bereits so verfinstertwar was ließ sich da voraussehen, als vergeu-dete Kräfte und ein verkehrtes Leben? Ach! wannwerden die Menschen den Unterschied zwischen Re-ligion und Pricstcrthnm cinschcn? wann werdenSie cinschen, daß die Vernunft, fern davon dieReligion durch ein helleres Licht zu zerstören, im Ge-gcnthcil in ihr gerad ihren rechten Glanzpunkt fin-det? wann werden sie cinsehcn, daß nichts, wasdem Verstand entgegen ist, ein Schmuk für dieTugend sein kann, und daß die Tugend selbst blosdadurch Werth bekommt, daß sie der Weg zurGlükscligkeit ist? Nach einer Mythe erhielt dererste Gcsczgebcr der Peruaner von der Gottheiteinen goldnen Stab, womit er auf seinen Wa»-derzügcn auf die Erde schlagen sollte, bis diese aneinem bestimmten Ort den Stab cinschluken wür-de , und hier und hier allein sollte er denGöttern einen Tempel errichten. Was ist dieseFabel als die Hülle einer unschazbaren Moral? Un-sere Vernunft ist der goldne Stab; die weite Weltder Wahrheit gibt jenen unaufhörlich zu prüfendenBoden her, und nur wo dieser Boden de» Stab,der uns führte und leitete, ohne Widerstand insich aufnimmt, wird unser Altar heilig und unsereVerehrung dem Höchsten angenehm sein.