Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
11
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II

Ruhe," entgegnetc St. John,ist den Lei-denschaften nicht gegeben; sie versuchen sich aufjedem Weg der Kraftäusserung, obwol das Ergeb-uiß immer eine Täuschung bleibt. Haben sie ih-ren Zwek in der Liebe verfehlt, so wenden sie sichder Ehcbcgierdc zu. Da der Gegenstand derEhrbegierde, ungleich dem Gegenstandder Liebe, nie ganz in unfern Bcsizkommt, so ist erstere die dauerhaftereG em >?thsbeweg u n g. Aber früher oder spä-ter wird auch sie, wie jede andere Leidenschaft,übersättigt, und wenn wir endlich ermattet voneinem zu weiten Flug unsere Wanderungen be-schränken und um uns herschanend die engenGrenzen des uns gestatteten Raums entdekcn,trösten wir uns über den Verlust des chmaligenSchwunges, falls uns dafür wirklicher Genuß zuTheil wird. Die Erfahrung, die uns anfangs sobitter zu täuschen schien, wird nun unsere wesent-lichste Wolthäterin und führt uns endlich zurZufriedenheit. Das llcbermaß, nicht das Wesenunserer Leidenschaften, ist hinfällig. Sie blühen,gleich den Bäumen am Grab des Protesilaus, biszu einer gewissen Höhe auf, nicht sobald aber istdiese Höhe erreicht, so welken sie ab."

Noch eh ich antworten konnte, ward unsereUnterhaltung für diesen Abend jählings und gänz-lich abgebrochen. Die Thür ging auf; ein Mann,der den Bedienten mit einer rauhen, obwol nicht