Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
115
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Wasser angesüllt so erstarrt, kalt und weist warenseine Wangen. Die Angst hatte in ihm ihren Paro-xismns überstanden und war in Unempfindlichkeitübergegangen; erst als man ihn zum Beten ermahnte,streifte eine Art umnachtetes Bewußtseyn über seineZüge und die aschgrauen Lippen murmelten etwasdas Niemand verstand.

Ihm folgte der Creole, Wolfs Mitschuldiger.Zu jener Nacht hatte er die Einsamkeit der Straßeund die Verwirrung der wenigen Anwesenden benützt,um zu entfliehen. Schon vor Tages Anbruch jedochward er von de» Dienern der Gerechtigkeit in einerDachkammer festschlafend gefunden, und beim Ver-hör gestand er Alles. Dieser Mann litt an der Aus-zehrung in solchem Grade, daß der Aufschub einerWoche sein Leben auf natürlichem Weg geendet hätte.Er schien wie Bradley in inbrünstigem Gebet ver-sunken.

Zuletzt kam Wolf. Seine hohe, hagere Gestaltwar Lurch Einkerkerung und Seelenkampf zu einemriesigen Skelett geschwunden; auch die verwelktenGesichtszüge hatten sich sehr verändert; sein dnnklesHaar war jetzt völlig gebleicht, und wiewohl in Augeund Ausdruck noch die ehmalige Strenge lagen, ge-wahrte man darin nicht länger das Feuer frühererTage. Nicht minder ruhig als am vorigen Abend,zeigte er keinen Strahl der Rührung in dem düsteru,aber nicht trotzigen Antlitz. Er verwarf jeden Bei-stand des wohlwollenden Geistlichen, jedoch nicht auf

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