Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
89
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lieber mit den hohen Geistern unter den Alten, daß fle,wenn auf Weisheit gegründet, über Wechselund Zufall erhaben sey! erhaben über die Erschei-nungen einer winzigen, schmutzigen Welt! erhabenüber den Olymp der Heiden! erhaben über dieSterne, die im Lauf erbleichen, und den Mond, derauf seiner Bahn einschwindet! Sollen wir geringervon der Göttlichkeit der Tugend denken, als einWeiser Athens ? Sollen wir, deren Augen Glanz undHerrlichkeit des Himmels wolkenlos enthüllt wordensind, die Tugend zur Sklavin von Ketten machen,die der Heide ihr zu Füßen warf? Wenn wir aberdurch sie die Schmerzen des Lebens in den Staubtreten, sind wir durch sie nicht noch hundertmal mehrin Stand gesetzt, den Tod zu besiegen? Die ganzeSchöpfung liegt vor uns: sollen wir uns an einPünktchen Staub anklammern? Die ganze Unsterb-lichkeit ist unser Erbtheil: sollen wir nach denAthcmzügen eines Augenblicks Haschen und seufzen?Wie, wenn wir in der nächsten Stundeunter gehen? wenn bereits die düstere Wolkeauf uns niederhängt, wenn wir von unseren Hoff-nungen und Entwürfen und den frisch gewobenenBanden, in die wir unser Leben verknüpft haben,jählings abgerissen werden, sollen wir Geschöpfe oderBesieger des Schicksals, aus ihrer Heimath Verstoßene,oder aus ihrem Kerker Befreite seyn? Sind wirnicht wie Vögel, die nur durch ein vergittertes Käfigin die offene-Luft hinaus blicken? Sollen wir zagen