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individuellen Existenz verbunden; im Himmel wäreein Buch, im Wasser eine Stimme, in der Erdeein Zeichen über die Geheimnisse und Räthscl unse-res Schicksals!«
„Und doch," erwiederte Mordaunt langsam, in-dem sich sein Gemüth mälig von einer traumhaftenBeklemmung zu seinem gewohnten kräftigen Ton er-hob; „und doch brauchen wir in der That wederZeichen noch Omen aus andern Welten, um überAlles belehrt zu werden, was der Zweck unseres Da-seyns in der gegenwärtigen ist, und die Kunst dieuns befähigt, das Räthsel der Zukunft zu lösen,dünkt mir bei Weitem nicht so erhaben, als dieje-nige, welche uns über die Möglichkeiten derZukunft erh e b t.«
„Aber können wir uns über diese Möglichkeitenerheben — können wir uns unabhängig von demSchicksal machen, dem nach der Lehre der Altenselbst die Götter unterworfen waren?"
„Thun wir den Alten dieses Unrecht nicht,"entgegnete Mordaunt: „jene Lehre gehörte ihrenDichtern, nicht ihren Philosophen an. Würde dieTugend nicht ein Traum, eine Frazze seyn, wen»sie, wie das Gras des Feldes, ein Geschöpf derVergänglichkeit und des Wechsels, des Verwelkensund Erneuens, ein Kind der Sonne und des Regenswäre? Soll Unglück sle beugen, Glück sie beflecken?Dann sey sie nicht Ziel unsres Strebcns, sondernStichwort unseres Hohnes! Nein: glauben wir