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„Ein altes aber treffendes Gleichniß," bemerkteLord Ulswater, „nennt unser Leben einen Strom,wie den welchen wir jetzt betrachten, der in Lichtund in Finsterniß, im Sturm und im Sonnenscheinzu dem großen Ocean hinabgleitet, in welchem alleWasser sich sammeln."
„Wenn eS erlaubt wäre," cntgegnete Algernvnmit seinem eigenen gedankenvollen, schwermüthigenLächeln, „wenn es erlaubt wäre dieses Sinnbild um-zukchrcn, so möchte ick, den allgemeinen und ewigenLauf des Schicksals von den einzelnen Strömungendes Menschenlebens sondernd, den Fluß vor uns mitjenem Lauf, und statt des Flusses die au seinen Ufernzerstreute Stadt den Wechselfällen und der Verän-derlichkeit des Lebens vergleichen. In dieser znsam-mengedrängt zum großen Chaos des gesellschaftliche»Verbandes, sind wir eingepfercht in der Nacht derJahrhunderte, werfen den matten Glanz unsererdämmerigen Lichter über die düstere Fluth, die nebenuns hinrvllt, sehen den zitternden Strahl auf derOberfläche flimmern, nur um uns zu zeigen wierief die Nacht, die er nicht zu brechen, der Ab-grund, den er nicht zu durchdringen vermag, ist.Hier wandelt das Verbrechen, hier verbirgt derSchmerz seine Klage, hier ruht die Armuth undschwelgt der Reichthnm, und der Tod ist in Allen anseiner stillen Arbeit. Aber der Strom des Schicksals,unkundig unseres Wechsels und Zerfalls, gleitet derverschlingenden Grenze zu, und sieht, während er