Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
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ihm eine Ansicht darbent, die es nur Nttdeuilich undverworren aufznfassen vermag.

Auf Mordaunts Brust lastete ein seltsamer Druck,gegen den er vergeblich ankämpfte. Wieder und wie-der durchzuckte seine Adern ein eisiger, verfliegender "Frost, gleich dem Schütteln des Fiebers; ein wildes,unnaiürliches Grausen sträubte sein Haar empor;starrer, kalter Thau füllte seine Augen, welche wievon selbst den dunkeln, undurchdringlichen, mitjeder Minute düstrer werdenden Raum vor ihmdurchliefen.

Nach seinen gewöhnlichen Beschäftigungen wenigzu einem Uebergewicht der Einbildungskraft geneigt,noch viel weniger aber zu jener gänzlichen Unterwür-figkeit des Geistigen unter das Physische eingeschnlt,die in der Regel die Quelle derjenigen Gefühle scyndürfte, die wir Ahnungen nenne», erhob sich Mor-daunt und schritt im Zimmer auf und nieder, um durchdiese Bewegung den gewohnten, gesunden Umlauf sei-nes Blutes wieder herzusiellcn. Schon war die Stundevorüber, in welcher sein Kind schlafen ging, aberoft pflegte er in ihr Gemach zu schleichen, um ihremjungen Schlummer znznsehen, und am heutigenAbend empfand er eine ungewöhnliche Sehnsucht dieseLiebespflickt zu erfüllen. Er verlies; den Saal undstieg die Treppe hinauf. Es war ein großes, altesHaus - jetzt Besitzthum eines Herzogs das ergemiethet. Die breite Treppe erhielt ihr Licht vonoben herab durch eine gläserne Kuppel, und wie