hallte. In seltenen Zwischenräumen rollte, knarrteund rumpelte wohl ein Fiaker über das holperigePflaster, als brumme er den Elementen seinen Dankfür den verschafften Fahrlohn. Auch wagte manch-mal ein tapferer Ritter aus dem Katzengeschlechtseine weichen Tatzen auf die triefenden Steinplatten,und schüttelte mit einem schwachen aber kläglichenSchrei die Regentropfen von den Pyramidendächern. seiner zarten Ohren.
Aber außer diesen gelegentlichen Erscheinungenumgab Moriz Brauns knarrende Fußtritte völlige,düstre, trostlose Einsamkeit. „Hätte ich doch," sprachder würdige Mäckler zu sich selbst, „diesen verfluchte»Regenschirm der Lady Wattelieb vortheilhaft ver-äußern können j er paßte nur für eine sehr schlankeDame, und wenn er meinen Hut vor dem Regenbeschützt, so fällt das Wasser nur mit verdoppelterGewalt auf meine Schultern. Hol der Henker denSchirm, Das kann mir den Tod geben."
Diese Klagen über einen Unfall, der wirklich großgenug war, um selbst das sanfte Gemüth des HerrnBraun zu erbittern, hörten erst auf, als diese indn-striöse Person an der Straßenecke still hielt, um dietrockenste Stelle auszufinden, an welcher- das jam-mervolle Geschäft, auf die andere Seite zu gelangen,am besten bewerkstelligt werden konnte. Während ermit vorgestrecktem Hals da stand um die Topographieder Gosse, so gut cs die trüben, vom Wind bewegtenLampen gestatteten, zn stndiren, bog der unglückliche