Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
62
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ken drohen noch; fern, unsichtbar liegt das Land,und dieß unruhige Herz, mit dem Du so oft Geduldgehabt, dürfte dieselbe vielleicht nur noch eine kleineWeile in Anspruch nehmen, denn meine Wanderun-gen waren nicht ohne Schatten, noch mein Schlum-mer ohne Gesichte, und noch jetzt tönt leise und un-heilkündend eine Stimme der Warnung, die nichtschweigen will, in mein Ohr.

Ach! weit süßer als Ruhm ist jener stille Schlaf,in welchem aller Kampf und Neid schweigen, derfrühe tziutritt, wo das Aug im Tod auf liebendeWächter blickt, wo das Herz nicht verurtheilt istZugend und Liebe und Hoffnung zn überleben, undtrauernd an vielen Gräbern zu stehen. Die Zeitraubt uns Alles; kein Ding das irdischen Zusatz hat- (und was, außer Deiner Zärtlichkeit, hätte dennicht?) besteht ihre Probe; nicht nur die Bande,auch die Kränze des Lebens zerreiße» mit der sprin-genden Saite in seiner Leier. Du aber, mein letz-ter, mein lebender Traum, welche Segnung soll ichauf Dich herab erflehen? Schweigend Hab' ich einGelübde gethan; in der Nacht schwur ich einenEid.Komm unter den Schatten meiner Seele, und s»lange sie für Irdisches noch lebt, soll Dein Glück inmeinem Gelöbniß, in meinem Schwur gefundenwerden.