Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
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wallenden Gefühle der Geschichte beizugcsellen, dieEurer Liebe geweiht ist.

Holdes Wesen, das ich nun mit keinen unstätcnKnabenaugen mehr sehe, holdes Wesen mit den sanf-ten liebestrahlenden Blicken, der reinen Stirn, wokein Gewölk den Tempel zarter Frauengedanken um-schattet, mit dem leichten, feenhaften Schritt, den desHerzens Sorge und Wachsamkeit unermüdlich leitet wäre es möglich, daß Du alle Quellen meinesBusens mit mächtigen, tiefen Fluthcn erfülltest,ohne daß sie überflößeu? Deine Wange ist bleicherals sonst, Geliebte und Dein Lächeln wehmüthiger;die Musik Deiner süßen Stimme erklingt leiser,gedämpfter und der Zephir, der Deine Tritte um-schwebt, rauscht mit matterem Fittig, so daß meinAuge, wenn es auf Dich blickt, Thränen weint;aber es sind nicht Thränen des Leides, denn mirzeigt Dein Gesicht Hellern Glanz als selbst in derGlorie frühem Lenzes, wo Hebe's Wange neben derDeinen bleich geschienen hätte. Trägt nicht dieBlüthe der Liebe einen reichern Farbenschimmcr, alsdie der Gesundheit? In Deinen Blicken gewahreichdie Lieblichkeit des Trostes und der Hoffnung, undDein Lächeln gleicht den beflügelten Tritten, die aufBerggipfeln frohe Botschaft verkünden.

Du hast Dein Alles mir vertraut, und wie langauchdas Schiffdurch die ungestümme Fluth wogt, DeineSchätze sollen sicher seyn. Aber schon haben Blitz!und Sturm die Barke zertrümmert, schwarze Wvl-