Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
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lieh. Nachdem er seine eignen Kleider in den Schrankgelegt und den Schliissel zu sich gesteckt hatte, nahmer aus einem Kistchen auf seiner Toilette eine Börse,aus welcher er einen Diamant von seltener Größeund unermeßlichem Werth zog, den er vor Jahrenschon, auf den nun eingetroffenen Fall, erkauft hatte.Bei diesem Anblick umspielte seine Lippen sein ge-wöhnliches Hohnlächeln.Nun," sagte er,ist esnicht seltsam, daß dieser kleine Stein all die mäch-tigen Bedürfnisse des gierigen Wesens, Mensch ge-nannt, schaffen kann? Wer spricht von Religion,Vaterland, Weib und Kind? Dieß winzige Mineralkann all Das erkaufen! Ach welch glänzende Lustmalt sich ans Deinen funkelnden Wangen, meinLied-chen! Was sind alle menschliche Reize neben denDeinigen? Durch Deinen Zauber, mächtigster derTalismane, mögen meine Jahre in üppigem Genußganze Reihen schöner Weiber durchschwärmen, bissie inS Grab sinken! Pfui! dieß Grab ist ein häß-licher Gedanke ein sehr, sehr häßlicher Gedanke!Aber komm, Du Sonne meiner Hoffnung, ich mußDich eine kleine Zeit verfinstern! Abbild meines Jchs

so lang Du Dich versteckst, versteck' ich michgleichfalls; und wenn ich Dich wieder an den Tagbringe, dann Richard Crauford leuchte - glänze!"

Mit diesen Worten nähte er den Diamant sorg-fältig in seine Hemdfalten, ordnete seinen Anzugwieder, nahm das niederschlagende Pnlver, das ermit fester, behutsamer Hand bis auf einen Gran