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über ihr wachte — daß erwachend ihr Blick demDaterauge zuerst wieder begegnen würde.
O schön und so selten als schön, war diese Liebe;beim Vater keine rauhere Aenßerung elterlicher Ge-walt, keine schwache Nachgiebigkeit, keine launen-hafte Verzärtlung; im Kind keine die Ehrerbietungentwürdigende Furcht, aber auch keine die Achtungstörende Vertraulichkeit. Die Liebe, m-ckche imDienen ihren Stolz findet, schien die gegenseitigenLeistungen zu sänftigen und zu heiligen; die in ihrenRegungen niemals gehemmte Natnr fand ohne An-strengung die sichersten Wege für solche Liebesbeweise;und jene göttliche Milde, die nicht allein Sündenbedeckt, sondern auch Tugenden entschleiert, diesonst verborgen geblieben wären, knüpfte sie festerund fester zusammen und thcilte diesem Band ihreeigene Heiligkeit mit.
Es war Mordaunte süßester Genuß, ihre Kin-derhand Wvhlthaten spenden zu lassen, und dannans der reichen Glnth ihres Engelgesichts seinen un-eigennützigen Lohn zu trinken. Wnin sie nach dergöttlichen Lust des BeglückenS, welche Kinder viel-leicht noch lebendiger empfinden, als Erwachsene,ihre Aermche» um seinen Nacken schlang, und ihmmit frohen Thränen für die Freude dankte, die erihr geschaffen: wie konnten sie im Ueberwallen ihrerHerzen anders, als sich immer inniger lieben undfühlen, daß diese Liebe etwas enthalte, was ihrUebermaß rechtfertigte?