Es hielt nicht schwer, genau den Theil derSchuldzu bestimmen, welcher Wolf treffen mußte; trotzGlnmfords parteiischer Angabe und der damals über-haupt waltenden Parteiwnth konnte kein vernünftigerMensch auch nur einen Augenblick de» Erfolg einesplötzlichen Handgemengs überdachten Mord, oder dieZornthat des Beleidigten böswilliges Verbrechenneunen. Deshalb ward der Republikaner auch baldaus dem Gefängmß entlasse»., wohin er anfangs ge-bracht worden; die sichtbare Neigung seiner Richterihn, wenn es möglich gewesen wäre, mit der äußer-sten Strenge zu behandeln, hatte ihn noch erbittertergemacht, und so kehrte er zu Gefährten zurück, dienach Gespräch und Gemüthsrichtung gan; dazu taug-ten, die wunden Stellen seines Herzens noch schmerz-licher zn entflammen.
Menschen, die einer eigenthümlichen Meinungleidenschaftlich anhangen, wählen gemeiniglich ihreFreunde nicht einer durchgängigen Aehnlichkeit desKarakters wegen, sondern nach Maßgabe der Gleich-gesinniheit in dieser besonder» Meinung; auch sindin der Regel die äußerlich ungestümsten Verfechtereiner sittlichen oder politischen Meinung selten dieWeisesten oder Reinsten ihrer Partei. In WolfsVertrauten sprachen sich die edleren Karakterzügedes Republikaners keineswegs aus; noch wenigeraber theilten oder begriffen sie die menschenfreund-lichen, erleuchteten Zwecke, welche allen weisen nudgroßen Männern dieser Sekte — einer Sekte, welcher