Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

6Z

muth könnte Ihnen Bedenken gegen die Annahmemeines Erbietens erwecken."

Sie können nicht erwarten, daß ich in einersolche» Nacht mit Ihnen zusammen getroffen bin, umunverzeihlich hochmüthig zu sein," antwortete Glen-dower mit einem kalten, hohlen Lächeln.

Crauford antwortete nicht sogleich, denn er über-legte, ob eS bereits Zeit zur Enthüllung des wichti-gen Geheimnisses sei. Während dieser Betrachtungbegannen die Lüstern Wolken ihren lang gedrohtenAusbruch. Doppelte Finsteruiß bedeckte die Umge-gend, und einige große Tropfen fielen zur Erde,Vorboten einer allgemeiner» Entladung aus denSchleußen des Himmels. Die beiden Männer zogensich zurück und suchten Obdach unter einem altenSchwibbogen.

, Crauford-brach das Stillschweigen zuerst.Bst,"sprach er,bst hörten Sie etwas?"

Ja! ich hörte den Wind und den Regen, dasRütteln der Häuser, das Platschen auf das Pflasterund das Triefen der Giebel nichts weiter."

Nach einem langen, ängstlichen Umherblick, obkein Zeuge ihres Gesprächs i» der Nähe sei, drängtesich Crauford hart an Glendower und legte seineHand schwer auf dessen Arm. In diesem Momentzuckte ein greller, lang anhaltender Blitzstrahl über denverfallenen Bogen hin, und setzte Craufords Gesichtin eine Helle, über welche Glendower beinah erschrack.Das sonst so glatte, ruhige, in seiner Farbe so blü-

2 *