Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

Ihnen in Anspruch nehmen, nie Ihre Absichten durch-kreuzen. Häufen Sie Ihren Reichthum auf Den,welchen Sie in Ihrer Liebe so unermeßlich über michgestellt haben. Aber Ihren Fluch Hab ich nicht ver-dient, Vater; geben Sie mir Ihren Segen undlassen Sie mich in Frieden scheiden."

Frieden? und welchen Frieden Hab ich gehabt?welchen Nachlaß von nagender Schande, von demfauligen Aussatz der Erniedrigung, des Vorwurfsseit seit ? Doch dies sei nicht Dein Fehler,sagst Du: nein, nein, es ist einer Andern Fehler,und Du bist blos das Zeichen meiner Schändung,meiner Schmach, nicht ihr Urheber. Wahrhaftigeine feine Unterscheidung. Meinen Segen sagst Du?Komm, knie«, Knabe, kniee und Du sollst ihnhaben!"

Clären« näherte sich und stand gebückt und mitentblöstem Haupt vor seinem Vater, aber er knietenicht.

Warum kniest Du nicht?" rief der Alte heftig.

Es ist die Stellung Dessen, der Unrecht thut,nicht Dessen, der es leidet," entgegnete Clären«fest.

Der Unrecht thut? unverschämter Aus-wurf bin nicht ich Der, welcher Unrecht leidet?Liesest Du es nicht auf meiner Stirn hier, hier!"Und mit geballter Faust schlug sich der Alte gegendie Schläfen.Ist nicht mir Unrecht widerfahren?"(fuhr er fort, seine Stimme zu einer unnatürlichen