Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
34
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schweigend und unbemerkt vorwärts, bis fle endlichanhielt und bewegungslos, mit gekreuzten Armen,kaum drei Schritte hinter der hohen Rückenlehnedes Greises, stehen blieb.

Nach einigen Minuten änderte Dieser seineStellung und stand langsam auf; die vlötzliche Wen-dung brachte die dunkle Figur des Eindringlingsihrer ganzen Länge nach vor seinen Blick; er fuhrzurück und rief mit erschrockener Stimme:Werist da?"

Der Fremde gab keine Antwort.

Der Alte wiederholte seine Frage in einem Ton,worin sich Zorn und Stolz mit Furcht vermischten.Die Gestalt trat näher, ließ den Mantel, der sieeinhnllte, fallen, und sagte, indem Clarence LindensZüge sichtbar wurden, mit leiser aber deutlicherSprache:

Ihr Sohn!«

Jener ließ den Glockeuzug, den er eben gefaßt,wieder los und lehnte sich, als schwänden ihm dieKräfte, gegen das eichene Wandgctäfel. Clären«trat noch näher.

»Ja," sprach er gramvoll,Ihr unglücklicher,Ihnen zum Anstoß gereichender, aber schuldloserSohn. Seit mehr als fünf Jahren bin ich von IhremHaus verbannt; noch als Knabe wurde ich ohneFreunde, ohne Führer, ohne Namen, in die weiteWelt und der Gnade des Zufalls hingeworfen. AlsMann kehr ich jetzt zu Ihnen zurück, nicht um Hilfe