Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
28
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Gelegenheit mit Flora -um Gespräch zu kommen,ein Glück, das ihm ihre Gewohnheit allein umher zuwandeln, seiner Hoffnung nach unschwer zuwcndcnmußte; aber die Stunden verstrichen, der Abendkam und Flora hatte nicht Einmal das Haus verlassen.

Mißninthiger und mit krankhafterem Herzen, alser sich cingestehen mochte, kehrte Clarcnce in seineHerberge zurück, nahm sein einsames Mahl ein undschleuderte noch einmal in den Park, wo er bis Mit-ternacht unter dem Hans verweilte, herauszubringensuchte, welches wohl die Fenster ihrer Zimmer seinmöchten und bei jedem vorüberhnschendeu Lichtstrahl,jeder Gestalt die an den Kreuzstöcken der großenTreppe wegstreifte, sein Herz hoch aufschlagen fühlte.Wenig wußte Flora, die allein in ihrem Zimmersaß, über des Geliebten vermeintliche Werthloslgkeitund Untreue nachdachtc, und ihrem Herzen wiederund wieder sagte, sie liebe ihn nicht mehrwenigwußte sie darum, welches Auge jetzt draußen Wachehielt, Wessen Füße den ungesunden Thau unter ihrenFenstern abstreiften, oder Wessen Gedanken, wennauch nicht ohne alle Beimischung von Vorwurf, mitder ganzen Glut einer jungen, ersten Neigung ansie gekettet waren.

Es war unglücklich für Linden, daß er keineGelegenheit fand, seine Sache persönlich zu vertei-digen; sein verändertes Aussehen, seine bleiche Farbewürden ihm wenigstens Gehör und Teilnahme fürseine ehrliche, wenn auch etwas stolze Aufrichtigkeit