14
Ermnthigcndes auf Erde», so ist es, unserem Ge-schmack nach, ein Heller Tag, ein munteres Pferd, eineaufregende Reise vor uns, und Einsamkeit. Rous-seau, in seiner Art ein großer obwohl krankhafterSchwelger in den Genüssen dieser Welt spricht mitEntzücken von seinen Fußwanderungen in frühesterJugend. Was aber sind müde Füße, ambulatorischeBelustigungen, gegen deu Aethergeist, den des Ros-ses leichter Sprung und freudiges Stampfen ans diedumpfe Erde in das Herz bringen? Für nnsernTheil mindestens lieben wir nicht die unreine Scholle,den nieder» Boden, an welchen uns das Gesetz derSchwere bindet, zu berühren: — wir mögen nicht,daß der Schmutz und Staub und die steinige Härtedes plebejischen, gemeinen Grundes, des Urquells allder fleischigen, schweren Bestandtheile unseres Selbsts,die Glieder ermatten, die Kraft erschöpfen und dasfreie Blut durch rauhe Anstrengung ins Stockenbringen. Müssen wir der Macht der Ermüdung un-terliegen, so geschch' es mindestens durch die jauch-zenden, rauschenden Ströme der Luft, welche wirLurchschncidcn können, ohne das niedrigere Elementder Tiefe zu berühren; so gescheh' es durch den fort-gesetzten Sieg über den cdcln Sklave» unter uns,den mir unserem Willen beugen, und nicht durch dieabgemessene Arbeit, womit wir einen abgemattetenSchritt nach dem andern in diese fühllose Erdedrücken!