non, meine einzige Hoffnung bist Du. Du weißt daßich mich bis jetzt immer geweigert, Dich ins Ver-derben zu stürzen, und selbst jetzt, obwohl ich Dichanfiehe mich zu befreien, bin ich nicht so selbstischum — um — ich weiß nicht was ich schreibe, aberich will nicht Deine Gattin werden, Algernon, daswäre ein zu edles, zu erhabenes Loos für mich; DeineMagd, Deine Sklavin will ich werden, — Alles —Alles — nur nicht sein — o Gott! — nur nichtsein Weib! Nein; schleppt man mich in die Kirche,so soll es zu meinem Grab, nicht zu meiner Trau-ung seyn.
Isabelle St. Leger."
Als Mordaunt diesen Brief gelesen, den, trotzdem Mangel an Zusammenhang, die Angst ihm leichterklärte, sprang er hastig auf und sein Auge fiel aufeinen braun gekleideten Mann von nüchternem Aus-sehen. Stolze Menschen lieben keine Zuschauer ihrerGemüthsbewegungen.
„Wer sind Sie, Herr?" fragte er hastig.
„Moriz Braun," erwiederte der Fremde kaltund höflich. „Brachte Ihnen diesen Brief, meinHerr; werde mirs zum großen Glück schätzen, Ihnennoch irgend sonst worin dienen zu könneu. Eben einenjungen Herrn als Gesandten ausgestattet, einen Nef-fen der Madame Minden, einer sehr alten Freundinron mir. Sie haben da hübsche Marmortischchen,mein Herr, fehlen aber einige Spielereien darauf;werde sehr glücklich seyn, Sie damit zu fournircn;