nehmenden Ingen, den er angenblicklich für SirIosua Reynolds erkannte, in Talbots Gesellschaftin das Zimmer treten. Sie gingen ans das Bildzu; der Maler untersuchte es genau und in tieferStille. „Schweigen," dachte Warner, „ist der besteZoll der Bewunderung;" aber er zitterte vor Ver-langen, die Bewunderung durch Worte bestätigt zuhören. — Sie kamen nur zu früh.
„Ohne Widerrede das Werk eines talentvollenMenschen," hob Sir Josua an; „doch" (fürchterlicheSilbe!) „eines Menschen, der in den Grundlehrenseiner Kunst durchaus unerfahren ist. Sehen Siezum Beispiel hier und hier und hier." Damit hobder Beurtheiler, gänzlich unkundig der Folter, dieer verursachte, die Fehler des Bildes hervor. O dieTodesqual, die versengende Todesqual dieses Augen-blicks für den ehrsüchtigen Künstler! Umsonst suchteer gegen das Urtheil anzukämpfen, umsonst sich znüberreden cs sey die Stimme des Neides, die indiesen kalten, gemessenen, erklärenden Wortenwie Gifttropfen auf sein Herz fiel: er selbst empfandplötzlich, wie durch «inen Zauberschlag die Richtig-keit des Ausspruchs. Die Schuppen der Selbsttäu-schung fielen ibm von den Augen; durch eine häß-liche Frazze, eine Art furchtbarer Gaukelei schienseine Göttin auf ein einziges Wort, einen Athemzngin ein Ungeheuer verwandelt: sein Leben, noch ebenin eine einzige Hoffnung zusammcngedrängt, schien