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nie befriedigte, in Le» verschiedenen Bestrebungender Gesellschaft rastlos umhergeworfcne Eitelkeitbringt Neid, Bosheit, Haß und jede Art von Her-zenshärtigkeit hervor. In der Einsamkeit dagegenhaben die guten, wohlwollenden Neigungen, denenkeine Selbstliebe weiter in den Weg tritt, Raum zurEutfaltnng und Zeitigung, ohne durch entgegenste-hende Interessen verkrüppelt zu werden: Dies dürftemanchen scheinbaren Widerspruch des Karakters lösen.Auch gibt es Menschen, bei welchen das hohe Alterdie Stelle der Einsamkeit vertritt; Rousseaus Anta-gonist und geistiger Gegenfüßler, Voltaire, zählt indieser Reihe. Der freche, bösartige, anmaßende, ver-lästernde Schriftsteller der jungen und Mittlern Jahrewird als Greis zum milden, wohlwollenden, ehrwür-digen Philosophen. Nichts ungereimter als den Ka-rakter großer Männer unbedingt nach dem Wort ei-nes Biographen anzunehmen, und nichts leichter er-klärlich als unsre ewigen Streitereien über Indivi-duen, denn kein Mensch ist das ganze Leben hindurchdas gleiche Wesen und jeder Abschnitt unseres Da-seins widerspricht den bezeichnenden Merkmalen dervoransgcgangenen Periode."
„In meiner Einsamkeit und meinem Grciscnal-ter kam ein neuer Geist über mich. Das Spiel wor-an ich mit so viel Heftigkeit Theil genommen, warvorüber und ich fügte zu der Erfahrung eines Spie-lers die Kaltblütigkeit eines Zuschauers; nicht län-ger kämpfte ich mit meinen Nebenmenschcn und un-