Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
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„O! wie ich jetzt meine Bethörung verfluchte!wie glühend ich die Vergangenheit zurnckrief! wiekalt ich mich von der hohlen, falschen Welt, derenDienst ich mein Glück geopfert, abwandte, um überdie Aussichten die ich mir zerstört, das liebende, edleHerz, das ich von mir gestoßen, zu brüten und fastwahnsinnig zu werden! Ach, was ist endlich fo un-dankbar als eben diese Welt, nm derentwillen wir soVielem entsagen? Ihre Anhänger gleichen den altenGymnosophisten: während sie versichern das Vergnü-gen zu ihrem Hauptzweck zu machen, sehen wir blosdaß sie sich jeder Qual und Pein aussetzen."

„Lord Merton, der Mann den Karoline jetztGemahl nannte, gehörte zu den reichsten Verschwen-dern seines Standes. Zwei Jahre nach unserer Tren-nung sah ich das Opfer meiner Unwürdigkeit wieder,in der Fülle beinah königlichen Glanzes, die Anfüh-rerin bei jedem ihrer Feste, der Leitstern all' ihrerUmgebungen. Da wir in den gleichen gesellschaftli-chen Kreisen auftraten, trafen wir unaufhörlich zu-sammen und Karoline setzte ihren Stolz darein, eineGleichgültigkeit gegen mich an,Tag zu legen, die sie,wenn sie nicht in ihrem Herzen war, wenigstenskünstlich vorzuhängen gelernt hatte. Diese Gleich-gültigkeit war ihr Verderben. Die Tiefe meinerzerstörenden Leidenschaft ward wieder aufgeregt undich beschloß ihren Stolz zu demüthigen und dieKälte zu besiegen, welche der krankhaften Empfind-lichkeit meiner Selbstliebe bis ins Mark cinschnitt.