„Und seit wann lebt der Einsiedler in IhrerGegend?"
„Seit beinah acht Jahren, mein Sohn. Aneinem Winterabend kam er in der Tracht einesweltlichen Reisende» in unser Kloster, unsere Gast-freundlichkeit und ein Obdach für die Nacht an-zusprechen, die rauh und stürmisch war. Er bliebeinige Tage und hatte mehrere Unterredungenmit unserm Vater Abt. Eines Morgens, nachdemer in der Nachbarschaft umhergeschweift war, umnach den alten Steinen und Ruinen zu sehen,wie's Brauch der Reisenden ist, legte er einigeAlmosen in unsre Armenbüchsc, und zwei Tagenachher erschien er an dem Ort, den er jezt be-wohnt, und in der Kleidung die er jezt trägt."
„Und welcher Art, mein Vater, ist der Ortund die Kleidung? "
„Heiliger St. Franz!" rief der Vater mitso groser Verwunderung, daß ich den Ausruf zu-erst ans den Wein bezog. „Heiliger St. Franz!haben Sie den Brunnen noch nicht gesehen?"
„Nein, Vater. Sie müsren denn von demBrunnen sprechen, der etwa eine halbe Stundevon hier entfernt ist."
„Husch! — husch!" erwiedcrte der guteMann; „wie ununterrichtet Ihr Reisenden oftseid. Ihr lhut als wüstet Ihr, welche Pantoffelnder Priester Johann trägt, und wäret in das Schlaf-zimmer des Pagoden von China zugclasscn worden,