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saß an einem mit Büchern übcrdckten Tisch. Eingroßer Foliant, die kasaubonische Ansgabe des Po-lybius, lag offen vor ihm. Ich erkante das Buchsogleich; es war eine Lieblingsschrift Bdlingbro-kes, und oft hatten wir uns über die Verdiensteihres Verfassers unterhalten. Mit Lächeln sah ich,wie dieses für Staatsmänner so besonders anzie-hende Werk immer noch den Stoff hergab, auswelchem der rastlose, feurige, hochstrcbcnde Geistdes Staatsmannes vor mir seine Nahrung zog.Im Moment meines Hereintrctens war jedoch seinAug nicht auf das Blatt gerichtet, sondern haftetetiefsinnig am Boden. Sein Gesicht ,erschien ausneh-mend blaß, seine Lippen stark zusammengeprest,und ein Gepräg tiefen Nachdenkens, verbunden, wiemirs vorkam, mit einer gewissen Trauer, bildeteden Hauptausdruk seiner gebietenden, edeln Züge.„Die Meeresstille der Ehrbegierde nach einemihrer Stürme!" dacht ich, trat hinzu und legtedie Hand auf seine Schulter.
Nachdem wir uns gegenseitig begrüst, fuhr ichfort: „haben die Loden so starke Anziehungkraft,daß sie Bvlingbroke, den die Salons suchen, wieer die Salons sucht, zu dieserStunde von der Be-wunderung und dem Umgang der Lebenden ab-halten?"
Der Staatsmann blikte mich ernsthaft an.„Haben Sie die Neuigkeit des Tages gehört?"fragte er.