Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
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Farbe noch Muskel; er verlangt keinen Trost; erbebt vor keiner Folter. Was ergibt sich daraus?Daß Sklaven den Tod weniger fürch-ten als Freie. Und so muß es sein. Das Zielder Gcsezgcbung ist nicht den Tod, sondern dasLeben zu einem Glük zu machen."

Sic haben die Sache in ein neues Licht ge-sezt," entgegncte der Czar.Aber Sie gebenzu, daß bei einzelnen Personen die Todesverach-tung mitunter eine Tugend ist?"

Ja, wenn Sie aus Ucberzeugung der Ver-nunft, nicht aus physischer Gleichgiltigkeit entspringt.Indessen hat Eure Majestät bereits mächtige Fe-dern eines Systems in Bewegung gesezt, welchesIhren Unterthanen endlich Bahnen genug eröff-nen muß, um die eigentlichen Zwcke des Daseinsnicht langer zu verachten, es nicht länger wegzu-werfen an den entwürdigenden Zustand der demLeben Schmach anthut, und an das Beil, welchesdasselbe endet. Bereits haben Sie den Sieg übereinen andern, höchst wesentlichen Jrrthum in derPhilosophie der Alten begonnen. Jene Philosophielehrte, der Mensch solle wenige Bedürfnisse ha-ben, und machte die Vermehrung derselben zumVerbrechen, ihre Verminderung zu einer Tugend.Allein ein Gesezgeber sollte im Gcgcntheil lehren,der Mensch müsse viele Bedürfnisse haben, dennBedürfnisse sind nicht nur Mittel zum Genuß,spudern auch Mittel zur Verbesserung unseres