48
manchen der von ihm mit so zäher Hartnäckigkeit ver-fochtenen Ansprüche. Und obgleich nicht der kleinsteBeweis von solcher gänzlicher Preisgcbung der Ehrevorlag, obgleich es wahrscheinlich nur ein vcrläumde-risches Gerücht war: so half doch schon der bloße Ver-dacht solcher Praktiken die Abneigung seiner Feindeschärfen und den Widerwillen seiner Nebenbuhler recht-fertigen.
In dieser Stellung befand sich jetzt Lord Vargravc;unterstützt von intercssirte» und selbstsüchtigen, abertüchtigen und einflußreichen Anhängern; gehaßt imLande, gefürchtet von einem Thcil Derer, mit welche»>er im Amt war, verachtet von Andern, angesehen beiden klebrigen. Es war eine Lage, die ihn mehr be-lustigte und anfcncrtc, als nicdcrschlng; denn sic schiennothwcndig zu machen und zu entschuldigen jenen Hangzu Ränken, Jntrikcn und geheimen Entwürfen, derseinem schlauen und lancrndcn Geist eigentliche Nah-rung war. Wie ein Grieche des Altcrthums liebte erJntrikcn um der Jntrikcn willen. Hätten sic auch znkeinem bestimmten Zweck und Ziel geführt, so wärensic ihm doch als Mittel und Weg schon erwünscht ge-wesen. Er liebte cs, sich mit den verworrenste» Ge-weben und Maschen zu umringen; im Mittelpunkt einerMillion von Knoten und Ranken zu sitzen. Ihn küm-merte cs nicht, wie frech und wild einige darunter scynmochten. Er verliest sich ans seine Schlauheit, Ge-wandtheit, ans sein gewohntes Glück, jeder Feder, dieer wirken ließ-, die Richtung auf die Bestimmung und