durfte — bis er aus seiner Träumerei auffuhr und zuseinem rebellischen Herzen sagte: „Nur noch einigewenige Jahre und du wirst still scp». Was ist in die-sem kurzen Leben ein Schmerz mehr oder weniger?Besser, wenn du für Nichts zu sorgen hast, so wirstdu das Schicksal, den tückischen Feind, überlisten. Seyzufrieden, daß du allein bist!"
Ein Glück war cs jetzt für Maltravcrs, daß er inseinem Heimathland war! nicht in Ländern, wo er dieAufregung mehr im Jagen nach Vergnügen und Genußals in der Pflichterfüllung gesucht hätte! In der nüch-ternen und strengen Luft des freisinnigen Englandsstählten und veredelten sich, ihm selbst zwar noch un-bewußt, schon seine Wünsche und GcmüthSrichtungcn.Es ist der Stolz dieser Insel, daß der Sklave, dessenFuß ihren Boden berührt, frei ist. Dieser Stolz darfsich noch größerer Dinge rühmen. Wo dem Volke soviel überlassen bleibt — wo das Leben der Civilisation— nicht cingcsperrt in der Tyrannei des ccntralisircn-dcn Despotismus — belebend, rastlos, glühend, durchalle Adern des gesunden Körpers sich verbreitet: dahat die entfernteste Provinz, das abgelegenste DorfAnsprüche ans unsere Thätigkcit, unsere Pflicht, undzwingt uns zur Kraftanstrcngung und lebendigem Bür-gcrsinn. Der Geist der Freiheit, der dem Sklaven dieKette abnimmt — kettet den Freien an seinen Bruder.Das ist die Religion der Freiheit. Und darum sinddie stürmischen Kämpfe freier Staaten mit den Früch-ten der Jugend, der Weisheit, des Genius gekrönt