Nützlich zu werde», oder den mcnschlichcii Geist zu be-reichern , ihre Thatcn vollbracht oder ihre Werke geschrie-ben, ohne eine» bestimmten Zweck und Absicht, als:ei» unruhiges Verlangen nach Aufregung zu befriedigen,oder sich in Träumen eines selbstsüchtigen Ruhmes zuvergnügen. Und wenn edlere Bestrebungen sie ent-flammten, so war es nur zu oft zu wildem Fanatismusund blutdürstigem Verbrechen. Welche Narren desRuhms waren je von innigerem Glauben, von höheremEhrgeiz beseelt; als die wahnsinnigtrunkencn AnhängerMahomcts? Und diese hatte man glauben gelehrt, cssch Tugend die Erde zu verwüsten und sic sprängenvom Schlachtfeld ins Paradies hinauf I Religion undFreiheit — Vaterlandsliebe — was für herrliche Be-weggründe zum handeln! — Und siche da; die Resul-tate, wenn diese Motive wirklich kräftig sind! — Mansehe an die Inquisition; die Tage der Schreckensrc-gicrung; — den Rath der Zehen, und die KerkerVenedigs!"
Evcline vermochte kaum gegen diese melancholischenSophismen zu kämpfen; aber ihr WahrheitSinstinkt gabihr doch eine Antwort ein:
„Was würde aus der Gesellschaft werden, wennAlle dächten wie Sie und dieser Theorie gemäß han-delten? Keine Literatur gäbe cs, keine Kunst, keinenRuhm, keinen Patriotismus, keine Civilisation! Sicanalhsiren die Triebfedern der Menschen — wie könnenSie verbürgen, daß Ihr Urthcil richtig ist? Betrachten
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