Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
142
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einsamer Pfau; als aber Sybille und der Fremde unterder Thüre sich zeigten, erwachte er plötzlich, verließ seinenhohen Standpunkt, und breitete mit einer Eitelkeit, welcheeinigermaßen der seiner jungen Herrin glich, sich in denAugen eines Gastes in möglichst vortheilhafiem Lichte znzeigen sein Nad Prächtig in der Sonne aus. Sybillewarf ihm etwas Brod hin, das sie zn diesem Behufs vomTisch mitgenommen hatte; aber der stolze Vogel, wiehungrig auch, verschmähte zu fressen, bevor er sich nichtvollkommen vergewissert, daß man seine Pracht und Herr-lichkeit gehörig beachtet und bewundert hatte.

Armes, stolzes Geschöpf," sagte Sybille, halb vorsich hin,Dein Gefieder bleibt Dir bei allen Wechseln desGeschicks."

Wie der Name eines tapfer» Ritters," sagte Mar-madnke, welcher ihre Worte gehört hatte.

Du hast die Laufbahn der Waffen im Sinne?"

Gewiß ich bin ein Revile."

Kann man denn keinen Ruhm sich erwerben, außerals Krieger?"

Keinen, daß ich wüßte, oder doch keinen, dem ichachfragte, Mistreß Sybille."

Meinst Du, es wäre Nichts, ein Minstrel zu seyn,der die Herzen erfreute? Ein Gelehrter, der das Dun-kel zerstreute?"

Was den Gelehrten betriffr gewiß, ich verehredie heilige Mutter Kirche, welche, wie man mir sagt, alleindiese Art Wunder ohne alle Gefahr für das Heil der