nen, daß dieSehnc den Arm nicht berührte, und obgleichzweihundert und zwanzig Schritte eine Entfernung nurfür einen Knaben ist, wird doch ein tüchtiger Bogenschützesich so gut mit dem ganzen Leib in den Bogen werfen *),als wenn er das Weiße auf vierhundert Schritte treffensollte."
„Ein schlanker Bursche, das !" sagte Mvutagu, „undich vermuthe, Einer aus dem Norden," während der jungeTapfere den Pfeil auslcgte. Und gefällig und künstlerischwar die Stellung die er annahm, den Kopf leicht gesenkt,die Füße fest aufstellend, den linken etwas vorwärts, unddie angespannten Sehnen der den Bogen führenden Handallein verrathend, daß in diesen Griff die ganze Kraftder gewandten, keinen Zwang anzeigenden Gestalt zn-sammengedrängt war. Die allgemeine Erwartung wardnicht getäuscht — der Jüngling leistete das, was als derBeweis der allergrößten Geschicklichkeit galt, sein Pfeilverschmähte die weiße Zielscheibe und traf den kleinenPflock, welcher sic an der Zielstatt befestigte, und welcherden Umstehenden im buchstäblichen Sinne unsichtbar schien.
„Heiliger St. Dunstan! es ist nur Ein Mann, so
*) „Mein Vater lehrte mich, mit dem ganzen Leib mich inden Bogen zu werfen," sagte Latimer in seiner bekannte»Rede vor Edward VI. 1519. Der Bischof bemerkte dortauch, daß es das Beste ist, dem Bogen eine so starke Span-nung zu geben, daß die Sehne nie den An» zu berühre»braucht. Dieß," fugt er hinzu, „wird von vielen gutenBogenschütze», mit welchen ich bekannt bin, so gehalten."