Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
138
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,,Ja ich will keinen Augenblick verlieren, nachLondon zu gehen und unfern Zeugen aufzusuchen, lind erhat meine Mutter vor dem Altar gesehen! Meine armeMutter! Ach, wie konnte mein Vater an ihr zweifeln!"und bei diesen Worten erröthete er das erste Mal vorSchaam für seines Vaters Andenken. Er konnte es nochnicht fassen, daß ein so freimüthiger, ein gewöhnlich sokecker und offner Mann Jahre lang einem Weibe, das ihmAlles geopfert, ein für fie so wichtiges Geheimniß ver-hehlen konnte. DaS war in Wahrheit der einzige Fleckenauf seines Vaters Ehre ein arger und schwerer Fleckenfreilich war es! Schwer war die Strafe dafür auf diejeni-gen gefallen, welche der Vater am innigsten geliebt hatte!Ach, Philipp hatte noch nicht gelernt, welche schrecklicheVerführerinnen die Hoffnung und die Furcht des Verlusteseines ungeheuren Vermögens sind sogar für Männer,die als die Ehrenhaftesten gelten, wenn sie ausgewachsensind in dem Glauben und Wahn, daß Neichthum derHauptsegen des Lebens sey! Recht betrachtet, lag in Phi-lipp Beauforts einzelner unwürdiger Handlung die um-fassende Lehre der schwärzesten Wahrheit dieser Welt!

Mr. Barlow war weg. Philipp stand im Begriff, inseinen Wagen zu steigen, als eine Dormeuse mit vierPferden vor der Gasthosthüre anfuhr, um die Pferde zuwechseln. Ein junger Mann lag der Länge nach rücklingsim Wagen ausgestreckt, in Mäntel eingehüllt, mit einergeisterhaften Bläffe der Blässe langer, tiefeingewur-